11 Bußgeldfallen und ihre Strafen

Sie lauern überall und sind die schlimmsten Feinde eines jeden Autofahrers. Die Rede ist von Bußgeldern. Jeder weiß, dass zu schnelles Fahren und falsches Parken kostet, doch auf der Straße existieren noch viele andere unerwartete Bußgeldfallen, die teure Strafen mit sich bringen können. Diese 11 Bußgeldfallen sind die am häufigsten Vorkommenden:

 

 

Bußgeldfalle 1: Besondere Vorsicht am Fußgängerüberweg

 

Zu schnelles Fahren am Fußgängerüberweg gefährdet nicht nur die Sicherheit der Fußgänger, sondern kann auch teuer enden. Wer nicht mit mäßiger Geschwindigkeit an einem Fußgängerüberweg heranfährt, dem drohen 80 Euro Bußgeld. Was unter „mäßig“ zu verstehen ist, sei Auslegungssache der Gerichte. Es wird geraten, vor dem Überweg nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit zu fahren.

 

Bußgeldfalle 2: Grünpfeil – Anhalten nicht vergessen

Eine tückische Erfindung ist das Grünpfeil-Verkehrsschild, denn es erlaubt das Rechtsabbiegen trotz roter Ampel – jedoch muss vor dem Abbiegen kurz an der Haltelinie angehalten werden. Hält man jedoch nicht an, gilt dies als ein Rotlichtverstoß und kann mit 200 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet werden.

 

Bußgeldfalle 3: Achtung beim Parken

Das Parken an schlecht einsehbaren Stellen wird oft mit 15 Euro Bußgeld bestraft. Dass Falschparken kostet, dürfte im ersten Moment für die meisten nichts Neues sein. Auch sind 15 Euro Bußgeld eine vergleichsweise harmlose Strafe. Wer aber hinter einer Anhöhe oder nach einer Kurve parkt, riskiert einen Unfall, sodass ein Gericht unter Umständen eine Teilschuld an einem Unfall feststellen kann.

 

Bußgeldfalle 4: Unbeschrankter Bahnübergang

 

Das Signal am Andreaskreuz leuchtet, doch ein Zug ist weit und breit nicht zu sehen. Wer nun Zeit sparen will, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch eine Bußgeldstrafe in Höhe von 290 Euro, wenn er beim Überfahren der Gleise erwischt wird. Darüber hinaus kann dem Fahrer die Fahrerlaubnis für einen Monat entzogen werden. Wer Schranken oder Halbschranken umfährt, muss mit einer weitaus höheren Strafe rechnen - 700 Euro und drei Monate Fahrverbot kommen dann auf den Verkehrssünder zu.

 

Bußgeldfalle 5: Hände weg vom Alkohol

Zwischen 0,5 und 1,1 Promille wird das Fahren unter Alkohol mit 500 Euro Bußgeld bestraft und zieht einen Monat Fahrverbot nach sich. Wiederholungstäter zahlen stetig mehr. Beim dritten Mal können Gerichte von Vorsatz ausgehen. In diesem Fall sind es 3.000 Euro Bußgeld und der Fahrer erhält ein Fahrverbot von drei Monaten. Wer ab einem Pegel von 0,3 Promille einen Unfall baut oder mit mehr als 1,1 Promille erwischt wird, begeht eine Straftat. In diesem Fall ist der Führerschein für mindestens ein halbes Jahr weg. Das kann richtig teuer werden, denn die Strafe wird in Abhängigkeit vom Einkommen berechnet.

 

Bußgeldfalle 6: Schlauchboot auf dem Wagendach

 

Gute Nachricht: Aufblasbare Wassersport-Accessoires müssen nicht in den Innenraum gestopft werden, sondern dürfen aufs Dach. Dabei sollte man beachten, dass es nicht genügt, ein Schlauchboot oder eine Luftmatratze mit einem Seil „einfach“ zu befestigen. Sie müssen mit Spanngurten so angebracht werden, sodass nichts herunterfallen kann, denn sonst drohen bis zu 60 Euro Bußgeld.

 

Bußgeldfalle 7: Raserei

 

Zwar gilt auf deutschen Autobahnen kein Tempolimit, auf den meisten Abschnitten jedoch geben Schilder eine Höchstgeschwindigkeit vor. Je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung fallen bestimmte Kosten an. Raser können für das Schnellfahren mit bis zu 600 Euro Bußgeld bestraft werden..

 

Bußgeldfalle 8: Handy am Steuer

Jährlich werden bis zu 400.000 Fahrer mit dem Handy am Ohr erwischt. Telefonieren am Steuer ist ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung und wird mit 60 Euro Bußgeld geahndet. Wer sich zum wiederholten Mal erwischen lässt, dem droht ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten.

 

Bußgeldfalle 9: Cabrio nur verschlossen parken

 

Eine kleine Spritztour mit dem Cabrio ist perfekt für die heißen Sommertage und sorgt für gute Laune und Entspannung. Aber Vorsicht: Wer sein Cabrio mit offenem Verdeck parkt kann mit 15 Euro zur Kasse gebeten werden. Dies gilt auch für alle anderen Autofahrer, die ihre Fenster sperrangelweit offenlassen. So muss ein Auto immer so verschlossen sein, dass es vor unbefugter Benutzung gesichert ist.

 

Bußgeldfalle 10: Sonnenbrillen und Folien

 

Sonnenbrillen sehen nicht nur gut aus, sie schützen auch vor UV-Strahlung und ermöglichen eine klare Sicht. Trägt man jedoch zu stark getönte Sonnenbrillen, wodurch man umspringende Ampeln oder Farben der Verkehrszeichen kaum erkennen kann, so handelt man im Zweifelsfall fahrlässig. Kommt es dann zu einem Unfall, kann es sein, dass die Versicherung im Schadensfall nicht zahlt, da der Fahrer seine Sorgfaltspflicht vernachlässigte. Der ADAC rät zu einer Tönung der Gläser von höchstens 75 Prozent. 

Darüber hinaus gibt es für Autoscheiben spezielle Folien, die vor blendendem Sonnenlicht schützen sollen. Foliert man aber mehr als die Heck- und die hinteren Seitenscheiben oder verwendet man eine nicht zugelassene Folie, muss man mit einem Bußgeld von 90 Euro rechnen.

 

Bußgeldfalle 11: Mit Flipflops am Steuer

Im Prinzip sind Flipflops und andere Schuhe am Steuer nicht verboten. Kommt es jedoch nach einem Unfall zum Rechtsstreit, kann dem Fahrer eine Verletzung der Sorgfaltspflicht zu Lasten gelegt werden. Auch die Versicherung interessiert sich nach einem Unfall vor allem für das Schuhwerk und kann Leistungen verweigern.






Quellen:
Weißenborn, Stefan: Wie bitte, Sonnenbrille am Steuer ist fahrlässig? (in: Die Welt), am 24.07.15 , online unter: http://www.welt.de/motor/article144392458/Wie-bitte-Sonnenbrille-am-Steuer-ist-fahrlaessig.html 

Nebe, Tom: Wie Sie fünf gängige Bußgeldfallen vermeiden (in: T-Online), am 20.10.2015, online unter: http://www.t-online.de/auto/news/id_75830438/bussgeld-das-sind-die-fuenf-gaengigsten-bussgeldfallen.html

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