Erste Hilfe

 

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Eine Notsituation kann besonders im Straßenverkehr schnell entstehen: Hohe Geschwindigkeiten, robuste Materialien, Zeitdruck, emotionale Fahrer oder schlichte Missachtung von Verkehrsregeln führen schnell zu fatalen Unfällen. Personenschaden ist im deutschen Straßenverkehr leider weiterhin keine Seltenheit. Doch würden Sie von sich behaupten Erste-Hilfe-Maßnahmen gut zu beherrschen? Einem Menschen in Not zu helfen ist nicht nur eine sittliche, sondern auch eine rechtliche Pflicht. Als „Erste Hilfe“ bezeichnet man die ersten Hilfsmaßnahmen, die man an einer Unfallstelle ausüben kann, bevor die Rettungssanitäter eintreffen. Diese werden einmalig verpflichtend in einem Kurs vor Erlangung des Führerscheins vermittelt.

Jeder Mensch war schon mal in einer Situation in der er Hilfe benötigt hat. Dies muss nicht zwangsläufig in einer Verkehrssituation gewesen sein, nichtsdestotrotz ist man ab und an auf die Hilfe eines Mitmenschen angewiesen. Tritt dies in einer Unfallsituation ein, sind die Dringlichkeit und die Auswirkungen noch größer. Einem Menschen in Not zu helfen ist nicht nur eine sittliche, sondern auch eine rechtliche Pflicht. Als „Erste Hilfe“ bezeichnet man die ersten Hilfsmaßnahmen, die man an einer Unfallstelle ausüben kann, bevor die Rettungssanitäter eintreffen. Man sollte meinen eine gute Ausbildung ist bei jedem Menschen im Straßenverkehr vorausgesetzt. Da die Erste Hilfe so wichtig ist und meist schnell gehandelt werden muss. In Deutschland sieht der Regelfall leider anders aus. Ein Führerscheinanwärter besucht den Erste Hilfe Kurs, einmal bevor er den Führerschein erhält. Bei den meisten Menschen ist der Kurs daher sehr lange her. Um das Wissen wieder etwas aufzufrischen haben wir die wichtigsten Schritte für den Notfall zusammengefasst.

 

Die ersten Schritte nach einem Unfall:

1. Warnblinkanlage einschalten 

2. Fahrzeug sicher abstellen 

3. Warnweste anlegen 

4. Unfallstelle absichern 

5. Warndreieck aufstellen 

6. Allen Personen aus dem Gefahrenbereich helfen 

7. Erste Hilfe Maßnahmen bei schwer verletzten Unfallopfern durchführen und so früh wie möglich den Notruf alarmieren (internationale Notrufnummer: 112)

 

Diese lebensrettenden Maßnahmen gibt es:

 

1. Retten aus der Gefahrenzone

Beim Umgang mit verletzten Personen sollte man äußerst vorsichtig sein. Wenn keine sicheren und wirbelsäulenschonenden Transportmöglichkeiten vorhanden sind, so wendet man am besten den sogenannten Rautek-Rettungsgriff an, um Verletzte aus der Gefahrenzone zu bringen. Bei dieser Sofortmaßnahme fasst man dem Verletzten unter die Achseln, greift mit beiden Händen seinen Unterarm, welcher quer vor der Brust liegt, und zieht ihn aus der Gefahrenzone.

 

Rautek



2. Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen

Überprüfen Sie, ob die Person bewusstlos ist und ob sie atmet, bevor Sie weitere Maßnahmen vornehmen. Atemwege werden frei, wenn der Kopf nach hinten geneigt ist und das Kinn gleichzeitig angehoben wird. Bei bewusstlosen Personen mit Helm, sollte der Helm äußerst behutsam abgenommen werden, um die Halswirbelsäule nicht zusätzlich zu schädigen. Am besten arbeitet man dabei mit zwei Helfern. Helfer 1 kniet dabei oberhalb des Kopfes des Verletzten und stabilisiert den Kopf, indem er mit beiden Händen Helm und Unterkiefer festhält. Helfer 2 kniet dabei seitlich und öffnet Visier und Kinnriemen. Danach stützt er mit den Händen den Hals, indem die Finger im Nacken an den Hinterkopf und die Daumen vor beide Ohren gelegt werden. Helfer 1 weitet anschließend den Helm und zieht ihn nach oben vom Kopf.

 

Helmabziehen



3. Bei Atemstillstand/Atemstörung Herz-Lungen-Wiederbelebung

Können Sie keine Atemgeräusche feststellen oder ist kein Luftstrom spürbar, so ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen. Legen Sie die Person hierfür auf einen harten Untergrund und machen Sie seinen Oberkörper frei. Handballen auf die Mitte des Brustbeins legen und die zweite Hand auf den Handrücken der Ersten platzieren. Nun senkrecht über die Brust vorbeugen und kräftig mit gestreckten Armen drücken. Nach 30 Kompressionen sollte zweimal eine Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung erfolgen. Dieser 30:2-Zyklus sollte so lange durchgeführt werden, bis der Rettungsdienst eintrifft.

 

Herzdruckmassage




4. Stabile Seitenlage

Bewusstlose Opfer, die eine normale Atmung aufweisen, sollten in die stabile Seitenlage gebracht werden.

  • Dafür knien Sie sich seitlich neben das Opfer, strecken die Beine des Betroffenen aus. Den nahen Arm des Bewusstlosen angewinkelt nach oben legen, die Handinnenfläche zeigt dabei nach oben.

 

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  • Im nächsten Schritt greifen Sie den anderen Arm des Opfers am Handgelenk, kreuzen ihn vor der Brust und legen die Handoberfläche an die Wange.

 

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  • Greifen Sie nun den Oberschenkel der weiter von Ihnen weg liegt und beugen ihn.

 

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  • Ziehen Sie den Verletzten zu sich und legen das obenliegende Bein so, dass der Oberschenkel im 90 Grad Winkel zur Hüfte liegt.

 

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  • Im letzten Schritt strecken Sie den Hals über, damit die Atemwege frei werden. Den Mund des Opfers leicht öffnen und die an der Wange liegende Hand so platzieren, dass der Hals überstreckt bleibt.



5. Schwere Blutung

Zum eigenen Schutz des Erste Hilfe Leistenden sollten Einweghandschuhe verwendet werden. Bedrohliche Blutungen werden gestoppt bzw. Blutverlust am Arm minimiert, indem der Arm hochgehalten und die Schlagader, die zur Wunde führt, mit dem Finger abgedrückt wird. Ein Druckverband sollte noch zusätzlich über die Wunde gelegt werden. Blutet der Patient an anderen Körperstellen, bringen Sie ihn in die waagerechte Position und pressen Sie ein Verbandtuch auf die Wunde oder bringen Sie, falls möglich, ein Druckverband an.



6. Betreuung bei Schockzuständen

Blässe, Schweißausbrüche, Frieren oder Unruhe sind Symptome, die auf einen Schockzustand hinweisen. Bei solchen Opfern ist ruhiges Zusprechen, Warmhalten des Körpers und Hochlagern der Beine zu empfehlen. Leidet das Opfer unter Atemnot, Schmerzen im Bauch- oder Brustraum oder hat eine Schädel-Hirn-Verletzung, sollte es unter keinen Umständen hingelegt, sondern vielmehr aufrecht gehalten werden.





 

Quellen: 

Deutsches Rotes Kreuz (2016): Durchführung der Stabilen Seitenlage, URL: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/erste-hilfe-online/stabile-seitenlage/durchfuehrung-der-stabilen-seitenlage/ 

Dahm, Valerie (05.11.15): Reanimation, in: NetDoktor.de, URL: http://www.netdoktor.de/therapien/reanimation/#TOC2 

Apotheken Umschau (11.12.2015): Erste Hilfe: Die ersten Maßnahmen, URL: http://www.apotheken-umschau.de/Erste-Hilfe/Erste-Hilfe-Die-ersten-Massnahmen-32296.html

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