Hilfreiche Tipps gegen Marderschäden

Viele Faktoren können zu einer Wertminderung des Fahrzeugs führen. Neben Schäden, die durch Wettereinflüsse entstehen können, sind besonders Angriffe durch Marder ärgerlich, kostspielig und auch gefährlich, da diese erst während der Fahrt bemerkt werden. Besonders in ländlichen Gebieten kommt es häufig zu Problemen mit Mardern. Allgemein sind jährlich über 200.000 Schadensfälle bundesweit bekannt, Tendenz steigend.



Was suchen Marder überhaupt im Auto?

 

Die Steinmarder meiden freies Gelände und suchen besonders in Kühlerhauben ihr Versteck, markieren ihr Revier und erkunden die Umgebung mit ihren Zähnen. Sobald eine Veränderung in ihrem Territorium auftritt, sei es ein anderes Tier oder nur ein umgeparktes Auto, wittert der Marder Gefahr und lässt seinen Ärger an den Fahrzeugen aus. Angebissene oder gar durchgebissene gummierte Kabel und Schläuche sind dann die Folge. Beliebt sind Zündkabel, aber auch Kühlwasser- und Scheibenwaschwasser-Schläuche, Kunststoffschläuche, Stromleitungen bzw. deren Isolierung, Niederspannungskabel, Antriebswellen und Lenkungsmanschetten.

Folgeschäden

 

    • Angebissene Zündkabel bewirken einen unrunden Motorlauf. Von einer Weiterfahrt ohne genauere Diagnose ist abzuraten, da unverbrannter Kraftstoff den Katalysator schädigen kann. Sind die Kabel durchgebissen, startet der Motor nicht mehr.

 

    • Beschädigungen der Gummimanschetten verursachen eine Beeinträchtigung der Antriebs- und Achsgelenke durch das Eindringen von Schmutz.

 

    • Durchkaute Kühlwasserschläuche führen, durch zu hohen Verlust an Kühlwasser, zu einer Motorüberhitzung.

 

    • Die Beschädigung der Unterdruckschläuche kann den Start des Motornotlaufprogramms verursachen.

 

Wie kann man sich vor Angriffen schützen?

 

Allgemeines:

      • Eine Motorwäsche bietet sich an, sobald sie an Ihrem Wagen Pfotenabdrücke oder sonstige Anzeichen vorfinden, um die Aggression der rivalisierten Männchen und damit einhergehende Bissschäden zu minimieren.

 

      • Ebenfalls hilft das regelmäßige Abstellen des Wagens am identischen Ort. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass das Tier eine veränderte Umgebung vorfindet aber auch das fremde Marder durch die Duftmarke angelockt werden.

 

      • Im Frühjahr ist die Gefahr am höchsten, daher lohnt sich eine Abwehrmaßnahme zu Beginn des Jahres.

 

Beste Hilfe:

      • Die größte Sicherheit bietet eine Garage, da diese als abgeschlossener Raum vor Witterungseinflüssen, Diebstahl als auch Marderattacken Schutz bietet.

 

      • Ummantelung der wichtigsten Bereiche unter der Kühlerhaube. Dies führt jedoch zu teils sehr hohen Kosten, je nachdem wie viele Kabel umhüllt werden. Hier wird empfohlen den Einbau fachmännisch durchführen zu lassen.

 

      • Elektroden und Hochspannungsgeräte sorgen nach dem Weidezaunprinzip dafür, dass der Marder zukünftig lieber das Auto des Nachbarn wählt.

 

      • Duftkonzentrate auf Tierfettbasis, die für die Marder nach gefährlichem Feind riechen. Diese Methode erfüllt auch über lange Zeit ihren Zweck und vertreibt den Eindringling.

 

      • Abschottung des Motorraums: Speziell VW bietet das Anbringen von Borstenvorhängen und Lochblech an, um das Eindringen der Marder zu verhindern.




Quellen: 

ADAC: Tipps gegen Marder (in: ADAC.de), online unter: https://www.adac.de/infotestrat/unfall-schaeden-und-panne/schaeden-durch-tiere/ 

Körner, Peer: Was gegen Marder-Vandalismus hilft – und was nicht (in: Die Welt), am 02.02.15, online unter: http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article137035409/Was-gegen-Marder-Vandalismus-hilft-und-was-nicht.html

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