Steinschlag in der Windschutzscheibe - was nun?

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Steinschläge in der Windschutzscheibe kommen gerade bei lange Fahrten auf Autobahnen oder Bundesstraßen häufig vor. Es gibt einen kleinen Schlag und schon ist es passiert. Meist entsteht beim ersten Einschlag ins Verbundglas zunächst ein kleiner, sternförmiger Krater, der in der Regel repariert werden kann. Die Reparaturverfahren dafür sind heute auf sehr hohem Niveau und sicher. In der heutigen Zeit kann man auf mobile Teams, die sich auf das Reparieren von kleinen Steinschlägen spezialisiert haben, zurückgreifen. Solche Ausbesserungen schlagen in der Regel mit nicht mehr als 100 Euro zu Buche, Kosten die von den meisten Versicherungen übernommen werden.

 

Für die Reparatur gibt es drei Regeln, die beachten werden müssen:

  • Der Steinschlag sollte nicht größer als 5mm und nicht zu tief sein.

  • Der Fernsichtbereich des Fahrers ist tabu, in diesem Bereich darf, egal wie klein der Schaden ist, nicht ausgebessert werden. 

  • Zu nahe am Rand darf nicht ausgebessert werden. 

 

Ausschlaggebend für den Reparaturerfolg ist, dass die Schadenstelle sauber und trocken ist. Wichtig ist auch, dass zwischen dem Zeitpunkt des Steinschlags und der Reparatur keine Feuchtigkeit und vor allem kein Schmutz in die feinen Sprünge und Ritzen eindringen können.

Deshalb sofort reparieren lassen oder kleine Schäden sofort abkleben, damit keine Feuchtigkeit eintritt. Dafür gibt es spezielle „Scheibenpflaster“ bei Autoglasdiensten oder Versicherungen, die man sich als Fahrer ins Handschuhfach legen sollte. Es genügt aber auch ein Streifen transparenter Klebefilm. Das gilt für alle Scheiben – auch für die wesentlich seltener betroffenen Seiten- und Heckscheiben.

Die Reparatur von Scheiben ist sicherheitsrelevant. Deshalb sollte man vorsichtig sein mit im Handel erhältlichen Reparatur-Kits. Eine einwandfreie Arbeit braucht eine Menge Spezialwerkzeug und eine besondere Ausbildung. Die Schadenstelle muss beispielsweise unter eine Art Glocke gelegt werden. Unter hohem Druck gelangt dann das Reparaturharz in jede Ritze. Fachgerecht reparierte Scheiben bestehen problemlos die nächste Hauptuntersuchung.

 

Kann man einen Steinschlag vorbeugen?
Es gibt einige Methoden um Steinschläge vorzubeugen, wie zum Beispiel Schutzfolie für die Karosserie oder Steinschlagschutz für die Motorhaube. Für die Scheibe gibt es diesen Schutz leider nicht. Um die Gefahr eines Steinschlagschadens dennoch zu reduzieren, empfiehlt es sich zu vorausfahrenden Fahrzeugen einen größeren Abstand einzuhalten, da insbesondere bei einem Lkw Steine aus dem Reifenprofil mit enormer Wucht auf folgende Fahrzeuge prallen können.

 

Teilkasko bezahlt Schäden 

 Muss die Scheibe getauscht werden, ist dies ein großer Aufwand, weil die Frontscheiben bei modernen Pkw eingeklebt sind. Auch die Kosten sind deutlich höher als bei einer reinen Ausbesserung und bewegen sich – je nach Ausführung – zwischen 400 und 1000 Euro. Hier zahlt die Teilkasko-Versicherung. Als Eigentümer ist hierbei nur die Selbstbeteiligung zu zahlen. Immerhin müssen Versicherte weder durch die Reparatur eines Steinschlag-Schadens, noch den Austausch der Scheibe eine Anhebung ihrer Versicherungsprämie befürchten.

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:  

Auto-Medienportal.net (Stand: 2016): Ratgeber: Schaden in der Windschutzscheibe, URL: https://www.auto-medienportal.net/artikel/detail/36833?searchterm=steinschlag

Auto-Medienportal.net (Stand: 2016): Ratgeber: Autoscheiben unter "Beschuss", URL: https://www.auto-medienportal.net/artikel/detail/37126?searchterm=steinschlag

TÜV SÜD (Stand: 2016): In aller Regel kann man weiterfahren, URL: http://www.tuev-sued.de/tuev-sued-konzern/presse/pressearchiv/tuv-sud-in-aller-regel-kann-man-weiterfahren

Toptarif (Stand: 2017): Steinschlag, URL: http://www.toptarif.de/kfz-versicherung/wissen/steinschlag/

ADAC (Stand: 2017): Was tun nach einem Steinschlag?, URL: https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/steinschlag.aspx

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